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Kinder.Kunst.Politik. – Staatsgalerie wird zur Bühne

Stuttgart, 20. November - Zu den Rechten von Kindern und Jugendlichen zählt, dass sie sich am gesellschaftlichen Leben beteiligen und mitbestimmen können. Ein Zeichen setzen, das war Kindern und Jugendlichen am Tag der Kinderrechte wichtig. Regionale Kinderstiftungen aus neun Orten in ganz Württemberg haben Jungen und Mädchen eingeladen, kreativ zu werden und ein Kunstobjekt zu schaffen. Unter der Fragestellung "Was macht Kinder stark" wurden über 150 Kinder und Jugendliche unter Anleitung von Kunstpädagogen und Künstlern tätig.  In der Staatsgalerie Stuttgart konnten die Kinder und Jugendliche bei der Ausstellungseröffnung "Kinder. Kunst. Politik." zeigen was ihnen Kraft, Spaß, Selbstverwirklichung und Zukunft gibt.

Im Sinne von Partizipation kamen die jungen Menschen in der Staatsgalerie über ihre Kunst mit Erwachsenen ins Gespräch und setzten ein sichtbares Zeichen an die Politik: Auch Kinder machen sich stark für ihre eigenen Anliegen. Volker Schebesta, Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, würdigte das Engagement der jungen Menschen bei der Eröffnung der Ausstellung: "Dieses Projekt zeigt, wie sich gesellschaftliche Entwicklung und Kunst verbinden lassen. Nicht zuletzt durch solche besonderen künstlerischen Projekte tragen wir dazu bei, auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen und diese zu stärken."

Mit der Ausstellung beendete die Caritas Rottenburg-Stuttgart ihr Jubiläumsjahr zum 100-jährigen Bestehen. Das gesamte Jahr nahm der katholische Wohlfahrtsverband zum Anlass, das Thema Kinderarmut auf seine Tagesordnung zu setzen. Grundlage ist seine Initiative MACH DICH STARK, mit der der Verband Menschen, Organisationen und Institutionen in dem Anliegen vereinen will, allen Kindern eine gute persönliche Entwicklung und Teilhabe zu ermöglichen. "Arm an Chancen zu sein, das hat Folgen", so Pfarrer Oliver Merkelbach, Caritasdirektor der Diözese Rottenburg-Stuttgart. "Wenn wir nichts unternehmen, wird diese Chancenarmut der Gesellschaft massiv auf die Füße fallen. Wir als Caritas wollen diese Ungleichheit angehen und den Gestaltungswillen Vieler bündeln."